Fürs natürliche Gleichgewicht

Kaum ein einheimisches Tier fasziniert die Menschen so sehr wie der Wolf. Leider wird er nicht nur geliebt, sondern oft auch gewildert. Deswegen ist sein Vorkommen in der Schweiz gefährdet.

Seit 20 Jahren wandern Wölfe regelmässig in die Schweiz ein. 2012 kamen nach über hundert Jahren fünf Jungtiere zur Welt. Insgesamt leben etwa 20 Wölfe in der Schweiz - auch im Kanton Bern. Aus forstlicher Sicht wird die Rückkehr des Wolfs geschätzt, jagt er doch auch Rehe und Hirsche in den Bergwäldern. Diese schädigen durch Verbiss der jungen Bäume die Waldstruktur. 

Allerdings jagt er auch Schafe und Ziegen, die seit vielen Jahren ohne Schutz auf den Alpen sömmern. Ein Runder Tisch mit allen betroffenen Kreisen trägt seit 2006 dazu bei, dass auftauchenden Probleme gelöst werden können. Der WWF Bern beteiligt sich daran.
Die Diskussionen haben sich bisher gelohnt: So konnte im Berner Oberland auf den meisten Alpen ein wirksamer Herdenschutz eingerichtet werden. Seither gibt es im Kanton Bern kaum mehr Übergriffe auf Schafe und Ziegen, obwohl einzelne Wölfe durch das Gebiet ziehen.

Daneben unterstützt der WWF Bern Bauern, deren Herden durch den Wolf bedroht sind, indem er freiwillige Hirtenhilfen vermittelt oder beim Errichten von Zäunen mithilft.

Übrigens: Angst vor wild lebenden Wölfen braucht niemand zu haben. Einen Angriff auf einen Menschen gab es in Westeuropa schon seit Generationen nicht mehr. 

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