Die WWF-Waldreservate umfassen im Kanton Bern insgesamt 150 Hektaren. Sie entsprechen damit 2% der gesamten Berner Waldfläche. Der WWF Bern hat mit verschiedenen Waldbesitzern langfristige Verträge abgeschlossen. Damit konnten im Kanton Bern sechs WWF-Waldreservate ausgeschieden werden.

Naturwald Aebischen, Frauenkappelen

Am Ufer des Wohlensees sind die Wälder teilweise schwer zugänglich. Damit lohnt sich die Holznutzung kaum noch. Der Naturwald Aebischen umfasst knapp 5 Hektaren und erstreckt sich über die beiden Waldparzellen im Inselrain und im Steingrübli, welche zum Landwirtschaftsbetrieb der Familie Brönnimann gehören. 

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Naturwald Court

Von den 673 Hektaren Wald in den Schluchten von Court sind ca. 5.3% als Naturwald ausgeschieden. Dieser befindet sich vor allem in höher gelegenen, sehr trockenen und felsigen Bereichen des Gebiets. Dort finden Gämsen und vier zum Teil seltene Fledermaus-Arten idealen Lebensraum. 

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Naturwald Flüegraberain, Mühleberg

Die Waldparzelle im Flüegraberain befindet sich Ufer des Wohlensees. Die BKW Energie AG als Grundeigentümerin hat sich per Vertrag verpflichtet, in diesem Bereich  bis 2050 auf eine Holznutzung zu verzichten - zum Wohl von Fuchs, Hasen, Rehen, Mardern, Dachsen, Igeln und unzähligen Vögeln, die dort einen ungestörten Lebensraum finden. 

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Naturwald Heidi, Leuzigen

Der Wald der Burgergemeinde Leuzigen liegt am nordwestlichen Rand des Bucheggberges südlich der Aare auf 450 bis 570 m ü. M. Von den insgesamt 405 ha gehören etwa 3% zum Naturwald Heidi. Mächtige Moorböden kennzeichnen das Gebiet. Die nassen Senken sind gut erhalten, weil die Entwässerungssysteme schon seit Jahrzehnten nicht mehr unterhalten werden. Da zudem das Holz in diesem Gebiet seit über 10 Jahren nur wenig genutzt wurde, ist das Gebiet des Heidi auf dem Weg zu seinem ursprünglichen Zustand. 

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Naturwald Les Places, Tramelan

Dieser gut 10 ha grosse Flecken Wald in der Gemeinde Tramelan hat eine bewegte Geschichte. In früheren Zeiten wurde im Wald direkt Holzkohle gewonnen, so dass der Wald "Les Places" im 19. Jahrhundert fast alle seine Bäume verloren hatte. Im 20. Jahrhundert wieder aufgeforstet diente er als Waldweide, die so typisch für das Jura ist. Seit Ende der 60er Jahre wurde sowohl die Waldweide-Wirtschaft als auch die Holznutzung im Wald "Les Places" aufgegeben, so dass er jetzt viel dichter wächst, als er es lange war. 

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Naturwald Weissenburg im Simmental

Mit seinen 78 ha ist der in den Gemeinden Därstetten und Oberwil gelegene Naturwald Weissenburg bisher das grösste langfristig gesicherte Waldreservat. Und er hat einige Natur-Schätze zu bieten wie die grossblütige Bergminze, die im Kanton Bern nur im Simmental vorkommt. Tier-Interessierte kommen auch auf ihre Kosten: Gämsen, Adler und Birkwild sind hier auch zu beobachten. 

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