Berner Klimaschutzartikel muss Paris-kompatibel werden

Diesen Freitag endet die Vernehmlassung zum neuen Klimaartikel in der Berner Kantonsverfassung. Der WWF unterstützt den Vorschlag der zuständigen Grossratskommission und die Verankerung des Klimaschutzes als vordringliche Aufgabe des Kantons in der Verfassung. Der WWF fordert jedoch gewichtige Verschärfungen, damit der Klimaartikel Paris-kompatibel ist:

  • Präzisierung der Zielvorgabe: Der Kanton Bern soll deutlich vor 2050 die CO2-Neutralität erreichen. Weil die Schweiz als reiches Industrieland eine Vorreiterrolle zu spielen hat und die historische Verantwortung für ihre fossile Vergangenheit übernehmen soll. Da steht auch der Kanton Bern in der Pflicht.
  • Der Kanton Bern soll dabei den erforderlichen Beitrag zu dieser Zielerreichung – und nicht nur einen wesentlichen Beitrag – leisten. Es reicht nicht, dass wir uns Mühe geben, das Ziel muss auch erreicht werden.
  • Der WWF will die Auslegung des Artikels im Sinne der nachhaltigen Entwicklung sicherstellen. Dazu fordert er, dass die Formulierung «Stärkung der Volkswirtschaft» als volkswirtschaftliche Resilienz definiert wird und damit die Umstellung unserer Wirtschaft auf nachhaltige Prozesse und nachwachsende Rohstoffe sowie die damit verbundene Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen meint.

Der neue Klimaschutzartikel soll den Weg für wirksame Gesetze öffnen: «Wichtiger als die Detailausgestaltung des Verfassungsartikels ist uns das Tempo der Umsetzung: Ein Klimaschutzartikel soll rasch implementiert und in griffige Gesetze und Massnahmen verarbeitet werden», sagt Jürg Buri, Geschäftsleiter WWF Bern. 

 

Kontakt:

Jürg Buri, Geschäftsleiter WWF Bern, Juerg.BurinoSpam@wwf.noSpamch, +41 78 627 84 14  

 

Zur Vernehmlassungsantwort des WWF Bern "Klimaschutz in der Kantonsverfassung verankern"

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