Miteinander leben lernen

Kaum ein einheimisches Tier fasziniert die Menschen so sehr wie der Wolf. Leider wird er nicht nur geliebt, sondern oft auch illegal getötet. Für unser Ziel, eine friedliche Ko-Existenz Mensch-Wolf, gibt es noch viel zu tun.

Seit 1995 kehren die Wölfe in die Schweiz zurück. Wie kürzlich wissenschaftlich eindeutig belegt, handelt es sich bei den in der Schweiz nachgewiesenen Wölfen ausschliesslich um echte, wilde Wölfe aus Italien und Frankreich. Sämtliche Spekulationen über das Vorkommen von Wolfs-Hund-Hybriden konnten im Januar 2019 durch Luca Fumagalli (Departement of Ecology and Evolution, Uni Lausanne) widerlegt werden.

Zurzeit leben in der Schweiz vermutlich ca. 40 Wölfe. Im Kanton Graubünden gibt es 2 Rudel, im Kanton Tessin 1 Rudel mit Reproduktion. Für das Wallis fehlen offiziell anerkannte Reproduktionsnachweise, es wird jedoch ein Rudel im Mittelwallis vermutet. 2017 hatten sich im Grenzgebiet der Kantone Freiburg und Bern zwei Wölfe erstmals fortgepflanzt; bevor jedoch der offizielle Nachweis von Welpen gelang, hatten Wilderer die Fähe (F13) vergiftet! Sie wurde am 9. Juni 2017 in der Nähe des Dorfes Jaun gefunden. Man geht heute davon aus, dass durch den Tod der Fähe auch die Welpen starben. Da man den Rüden (M64) nicht mehr nachweisen konnte, muss man annehmen, dass er ebenfalls an Gift zu Grunde ging. Leider konnte der Kanton Freiburg den oder die Schuldigen nicht finden. Die F13 wird nun ausgestopft und im Naturhistorischen Museum Freiburg ausgestellt.

Der Kanton Bern macht ein Wolfsmonitoring und informiert die von potentiellen Schäden betroffenen Kreise darüber, wo sich Wölfe aufhalten. Seit 2007, auf Wunsch des damaligen Volkswirtschaftsdirektors Rickenbacher, existiert im Kanton Bern ein Runder Tisch mit allen vom Wolf betroffenen Kreisen. Dieser Runde Tisch, die sogenannte «Kerngruppe Wolf des Kantons Bern» wird vom Bernischen Jagdinspektorat geleitet und tagt 3x im Jahr. Neben den Schaf- und Ziegenhaltern, dem Berner Bauernverband und den Berner Jägern sind auch Pro Natura Bern, WWF Bern sowie die kantonalen Mitarbeiter/innen (Wildhut, Herdenschutzverantwortliche) vertreten.

Übrigens: Angst vor wild lebenden Wölfen braucht niemand zu haben. Einen Angriff auf einen Menschen gab es in Westeuropa schon seit Generationen nicht mehr.

Unser Engagement

  • Teilnahme am Runden Tisch "Kerngruppe Wolf" mit dem Ziel, einen wirksamen Herdenschutz im Kanton Bern zu fördern.
  • Informationsarbeit
  • Unterstützung von Bauern, deren Herden durch den Wolf bedroht sind, indem der WWF Bern beim Errichten von Zäunen mithilft. 

Helfen Sie mit

  • Engagieren Sie sich in der neuen Wolfsgruppe.
  • Sind Sie Pädagogin oder Pädagoge? Dann buchen Sie einen Schulbesuch zum Thema Wolf. 
  • Unterstützen Sie unsere Biodiversitätsprojekte mit einer Spende.

Dokumentation

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